Wolfgang Fuchs



Wolfgang Fuchs - Multivision "Kanada"

Kanada - Faszination vom Atlantik zum Pazifik

Viele Menschen drängen sich im Foyer der ausverkauften Max- Joseph-Halle, in der einen Hand ein Lachsbrötchen, in der anderen ein Guiness. Einige sehen aus, wie frisch aus Kanada importiert, Ledercowboyhut und gegerbte Haut. Andere ziehen den 12-minütigen Fußmarsch zur Halle, dem 12-stündigen Flug nach Kanada erst einmal vor – mal sehen, ob sich eine solche Strapaze rentiert.

Und es rentiert sich garantiert: Wolfgang Fuchs zeigt Bilder von Kanada, die die wahre Schönheit, Ursprünglichkeit und Weite des Landes erahnen lassen. Das Land, in dem er seine Frau Roswitha in einsamster Natur geheiratet hat – der einwöchige Flitterwochentrial per Pferd vermittelte einen Eindruck dieses Landes, der in Worte eigentlich nicht zu fassen ist. Türkisblaue Gebirgsseen, die spiegelglatt die gigantische Bergwelt wiederspiegeln. Jahrhunderte alte Wälder, bizarre Felsformationen, Gletscher, Eisbären, Orkawale, Braunbären und nicht zu vergessen der „Indian Summer“ mit blutrot verfärbten Herbstwäldern.

 

Eine Szenerie entfaltet Wolfgang Fuchs bei seiner Multimediashow, die erahnen lässt, dass er diesem Land verfallen ist. „Kanada macht süchtig“, sagt er und zeigt die Stadt Kanadas, die ihm persönlich am besten gefällt: Vancouver. Von Nord nach Süd, von Ost nach West hat Fuchs zusammen mit seiner Frau mehrere tausend Kilometer in Auto und Flugzeug hinter sich gebracht, um nach drei Jahren Arbeit, dieses Feuerwerk an Eindrücken in einer perfekten Multimediashow zu präsentieren.

Gut, dass der dreistündige Vortrag durch eine Pause unterbrochen wird. So viel Schönheit und atemberaubende Natur kann man schier nicht verarbeiten. „Hunting Wolf“ der weise Cheyenne- Indianer erzählt den gebannten Zuhörern vom Leben seiner Vorfahren, der Verbundenheit der Indianer mit der Natur, und den heutigen Schwierigkeiten in den Reservaten. Dieser Mann schlägt mit seiner unglaublichen Präsenz, dem französischen Akzent in seiner rauchigen Stimme, alle in den Bann. Sein Flötenspiel am Ende der Show hat etwas von Hypnose. . Und eigentlich möchten die Zuhörer die meditative Stille nicht durch heftigen Applaus zerstören. Aber der Vortrag ist vorbei, auch Indianer müssen einmal schlafen, und so brandet über Roswitha und Wolfgang Fuchs und den Cheyenne Indianer frenetischer Beifall.

 

Eigentlich dachte man im vergangenen Jahr, als Karokult den ersten Vortrag über Irland organisierte, es könne nicht besser kommen. Weit gefehlt. Dieser Abend erfüllte alle Erwartungen doppelt und man darf schon auf die nächste Multimediashow von Wolfgang Fuchs gespannt sein, die er den Großkarolinenfelder für nächstes Jahr versprochen hat.

Margit Bielka war die glückliche Gewinnerin des 100 Euro- Reisegutscheins, der während der Veranstaltung verlost wurde. Damit kommt sie ihrem Traumziel Kanada, schon einige Meilen näher.

 




Veranstaltungs-Info:

Datum: 19. April 2004 - 20.00 Uhr
Ort: Max-Joseph-Halle, Großkarolinenfeld