Alfred Mittermeier



Alfred Mittermeier - "Zuckerschlecken"

Was ist los mit Deutschland? Gar nichts mehr? Mitnichten! Die Regierung zaudert, dass es eine wahre Freude ist. Wachstum und Aufschwung überlegen noch. Dafür belagern uns Arbeitslosigkeit und Haushaltslöcher. Politiker überbrücken mit bemerkenswertem Nichtstun die Zeit zwischen den Wahlkämpfen. Das Land verkohlt, geschrödert, zermerkelt. Der Adler fliegt auf Halbmast! Was tun? „Dann lieber Aussterben!“ meint die Jugend und verweigert die Fortpflanzung. Nicht sehr schlau diese Lösung, denn es gibt niemanden, der für die letzte Generation zahlt.

Umso hartnäckiger dafür die Rentner: Die halten dagegen und holen sich das, was ihnen zusteht, indem sie länger leben. Nichts bewegt sich, nur die Alterspyramide kippt, indem die Lebenserwartung steigt. Keiner übernimmt Verantwortung, jeder schiebt. „Du bist Deutschland!“ heißt es im Volksmund. Dafür sind wir Papst, was nicht unbedingt zur Nachwuchsförderung beiträgt. Wer kriegt die Rentner weg und die Jugend wieder geil? Angela Merkel? Wohl kaum! Eher kriegt Edmund Stoiber die Kurve und George Bush den Friedensnobelpreis.

Wenn nun die Deutsche Selbstvermehrung so in die Hose geht, dann braucht es eben Hilfe von aussen: Integration heißt das Zauberwort. Allerdings, wie beispielsweise die Türken integrieren, wenn es bei den Ossis nicht mal klappt? Es geht also dahin! Nur nicht da hin, wo es hingehen soll. Das alles ist kein Zuckerschlecken! Oder gerade deshalb?!?

Nach der mehrfach ausgezeichneten „Ochsentour“ begab sich Alfred Mittermeier mit seinem zweiten Soloprogramm „Zuckerschlecken“ nun in’s politisch-satirische Fach. Im Stile eines galanten Oberkellners servierte er die führenden Köpfe der Nation auf einer hundsgemeinen wie zuckersüßen Schlachtplatte. Und das mit vollstem Genuß! Dabei stellte er Politiker, Prominente und Gesellschaftsschichten wie Dominosteine auf, um sie im nächsten Augenblick gnadenlos umzulegen. Immer lächelnd mit dem nötigen Stil! Allerdings wer die Steinchen wieder aufstellt ... wurscht!

Weichgeklopft mit der Keule und fein seziert mit dem Messer kriegte Politik und Gesellschaft das, was sie sich über die Jahre hart erarbeitet haben. Eine verschärfte Rasur gegen den Strich, ohne Schaum, querbeet durch die Parteienlandschaft. Wohl dem, der kein Mandat hat ....

 


Veranstaltungs-Info:

Datum: 13. März 2008 - 20.00 Uhr
Ort: "Wirt von Dred", Jarezöd, 83109 Großkarolinenfeld