Helmut Schleich



Helmut Schleich - "Der allerletzte Held"

Helmut Schleich, der Erfinder des modernen Typenkabaretts, hat in seinen drei bisherigen Programmen BRAUEREIFREI, DAS AUGE ISST MAN MIT, MUTANFALL eine eigenständige Soloform entwickelt. Flüsternd, schnaubend, Grimassen schneidend, fein-gemein, voller Wucht und Elan, schlüpfte der glänzend agierende Erzkomödiant in die verschiedensten Rollen. Das war kühnes Kabarett, angereichert mit draufgängerischem Witz, bösem Spott und kernigen Skurrilitäten.

Auch in seinem vierten Programm widmete sich Helmut Schleich den eher unfreiwilligen Protagonisten in einer immer weniger durchschaubaren Welt. Das Trinken, das Essen und die Angst waren die Themen der letzten drei Programme. Ab April 2008 widmete sich Helmut Schleich dem modernen Heldentum mit seinem neuen Solo "Der allerletzte Held".

War das einfach, früher: Ein Mann, ein Drache, ein Schwert und zack – war der Drache kopflos, das Problem gelöst und ein Held geboren. Ja und heute? Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es für jedes Problem der Welt mittlerweile statistisch 14,86 Lösungen gibt. Allein in Deutschland stehen der einsamen Gefahr der Arbeitslosigkeit vier unbarmherzige Hartz- Gesetze gegenüber. Da verliert der beste Drachentöter den Überblick und scheitert wie Don Quijchote im Kampf gegen die Windmühlen.

Aber einen muss es doch noch geben, der es mit allen aufnimmt, uns den Weg weist und für uns das Wahre, Gute und Schöne erkämpft. Wo ist er? Der allerletzte Held. Vielleicht würde auch er einfach nur gerne scheitern, aber es will ihm einfach nicht gelingen, weil auch das eine große Kunst ist: G’scheit zu scheitern.

Mit einem Panoptikum von schüchternen Haudegen, zögernden Teufelskerlen und zaghaften Desperados begab sich der Münchner Kabarettist Helmut Schleich in seinem neuem Soloprogramm endlich auf die Spur des allerletzten Helden.

 


Veranstaltungs-Info:

Datum: 6. Juni 2008 - 20.00 Uhr
Ort: Gasthof "Der Bräu", Tattenhausen